"Berliner Kurier" vom 02.02.2008
Edel-Küche am Schiffbauerdamm
Das Restaurant: Am Schiffbauerdamm, zwischen Regierung und Ostberliner Theaterdistrikt, hat sich in den vergangenen Jahren eine kleine Fressmeile etabliert. Die Brasserie „Ganymed“ gehört von Anfang an dazu. Die stuckverzierten Räume sind stiltypisch mit dunklem Holz, Ölgemälden im Stil der Zwanziger und Schiefertafeln ausgestattet. Wenn alle 170 Plätze besetzt sind, geht es turbulent zu.
Der Service: Französisch charmant.
Die Karte: Wir versuchen den „Flammkuchen à la Parisienne“, der mit recht viel kräftigem Ziegenkäse statt, wie angekündigt, mit Roquefort serviert wird (11,90 Euro). Die Hummermedaillons harmonieren, unterstützt durch die Säure von Trauben und Granatapfel, gut mit der herben Artischocke (19,90 Euro). Der aromatische rosa Rehrücken wird von süßlichen Mohnschupfnudeln und Wirsing umspielt (24,90 Euro). Das Lamm ist in Konsistenz und Geschmack sehr zart, so dass Ratatouille und Polenta fast etwas zu rustikal gewürzt erscheinen (19,90 Euro).
Die Getränke: Offene und Flaschenweine aus Frankreich, Deutschland und Spanien (Glas 0,14 l: ab 4,20 Euro).
Kurier-Fazit: Gute französische Küche in Regierungs- und Theaternähe. Eine positive Überraschung. KAP
„GARÇON“
Das Magazin für Gastronomie und Lifestyle in Berlin plus Deutschland
Essen- Trinken- Ausgehen in Berlin
Ausgabe vom 16/10/06
Ein bisschen Pariser Flair mit viel französischer Cuisine, das zeichnet Ganymed Brasserie und ihren Küchenchef Vincent Garcia aus. Das Kochen wurde dem in Grenoble geborenen sprichwörtlich mit in die Wiege gelegt. Seine Eltern besaßen ein kleines Bistro und hier wurde die Liebe zum Kochen und zur französischen Küche in ihm geweckt. Seine Lehre begann Vincent Garcia 1983 und bereits 1993 wurde er im Hotel „Le Pigonnet“ einer der jüngsten Küchenchefs in der Provence. Zwischendurch, von 1987 - 1989 hat Vincent Garcia das erste Mal Bekanntschaft mit Berlin gemacht, er war Sous-Chef im renommierten Restaurant Heising in der Rankestraße. Von 1989 - 2000 arbeitete er in verschiedenen Hotel- und Restaurantbetrieben in der Provence und lehrte an zwei Hotelfachschulen den Nachwuchs.
Im Jahre 2000 erlag er dem Reiz der Stadt Berlin ein zweites Mal und wurde Küchendirektor im Opernpalais Unter den Linden. Ab dem Jahr 2002 führt er nun Regie in der Küche der Ganymed Brasserie. Doch nicht nur die Küche profitiert von seiner französischen Lebensart, für viele Veranstaltungen hat er kreative Ideen und versprüht französisches Flair. Nur eines fehlt Vincent Garcia manchmal in Berlin- Das Mittelmeer. Das ist sicher ein Grund, weshalb frischer Fisch und Krustentiere aus Frankreich einen besonderen Stellenwert auf der Speisekarte genießen. Für uns wurde saisonal passen zu den Wildwochen in der Ganymed Brasserie ein Rehrücken „Rossini“ kredenzt- mit Entenstopfleber an getrüffeltem Wirsinggemüse und Mohnschupfnudeln.
Guten Appetit
THE WALL STREET JOURNAL
Friday – Sunday, September 8 – 10, 2006
Where to go before a show
“BERLIN
Ganymed Brasserie
The setting: Ganymed is next door to Berlin’s famous Berliner Ensemble theatre, founded by writer Bertolt Brecht in 1949. Across the canal in front of the restaurant are the newly opened Admiralspalast theatre complex ant the Distel theatre, which features cabaret; less than 15 minutes away by foot are the Deutsches Theater, featuring international productions, and the Friedrichstadtpalast, with variety shows and cabaret; the Maxim Gorki Theater, the Komische Opera, the Staatsoper and Konzerthaus are within 20 minutes’ walk.
The scene: Ganymed, first opened in 1931, is both cozy and elegant, with ornate moldings on high ceilings, lots of dark wood and soft lighting. From the beginning the restaurant was the place to go, attracting artists and writers such as Brecht and Kut Weill, and lager, also high-ranking Communist Party officials. Located in what was once East Berlin, it was also a hangout for the secret police. ‘It was both famous and infamous,’ says manager Stefan Gruber. Today its theatre-neighborhood locations and its French and Alsation-inspired cuisine still attract politicians and performers.
Is it quick?: It’s easy to walk in and be seated immediately in Ganymed’s large dining room or outdoor terrace facing the canal. Within 30 minutes, it is possible to have a glass of Burgundy or a café au lait and eat a light meal. Inform the servers of curtain time so that they bring the bill right away.
What to drink: Ganymed has a large selection of Champagnes, sparkling wines and reds and whites from France and Germany. A nice drink to sip on the terrace in warmer months is a Kir Royal (€8.95) or a 2004 Riesling (€4.95). They also offer a traditional Berlin specialty: Berliner Weisse, a wheat and barley beer with red syrup made with the herb woodruff. (€3.90).
What to eat: Salad options include lobster medallions on a salad of mango, lime and coconut (€19.90), or young lettuce with sprouts, Roquefort and smoked duck breast (€11.90). Or sample a fish soup reminiscent of Provençal bouillabaisse (€5.90 cup/9.90 bowl). A specialty is the thin and crispy Alsatian pizza called Flammkuchen. Try one topped with spinach, Roquefort, onions and Crème fraiche or smoked salmon, zucchini and onions (€7.9-€13.90).
Schiffbauerdamm 5,
Berlin-Mitte
( 49-30-28-59-90-46
Open 11:30 a.m.-2a.m.
(serves food noon-midnight)
www.ganymed-brasserie.de”
Jabeen Bhatti
Neustädter Berlin
Ausgabe 2006/2007„Der Cityguide für Neu-Berliner“
Essen & Trinken
Restaurants
Französisch
„Ganymed Brasserie, Schiffbauerdamm 5 (Mitte), Tel: 28 59 90 46, www.ganymed-brasserie.de, Mo-So 11.30-2 Uhr, HG: 6,90-38 Euro. Eine exklusive Symbiose aus französischer Land- und Gourmet-Küche gelingt Cuisinier Vincent Garcia. Auch zahlreiche Prominente und Geschäftsleute wissen die französischen Spezialitäten in dem am Spreeufer gelegenen Restaurant mit edlem Ambiente zu schätzen. Träumen Sie auf der großen Sommerterrasse bei einem Gläschen guten Rotwein von Ihrem nächsten Paris-Urlaub!“
Magazin Garcon August 2006
Lust auf eine kleine Revolution? Für alle Freunde der französischen Lebensart hat sich die Chefin der Ganymed Brasserie, Rita Stoessel, wieder etwas Besonderes einfallen lassen. Anlässlich des französischen Nationalfeiertages am 14. Juli wird ab 19.30 Uhr zur „Fête de la Révolution“ geladen. Mit französischen Chansons, Zauberkünstler und mitternächtlichem Feuerwerk wird bereits zum vierten Mal dem Sturm auf die Pariser Bastille im Jahr 1789 gedacht. Eigens für diesen Anlass kreiert der Chef de Cuisine, Vincent Garcia, ein vier Gänge-Menu inklusive Begrüßungscocktail. Das Menu mit Feuerwerk, Crêpesbuffet & Unterhaltung gibt es für schlappe 39,90 €, da ist eine Tischreservierung sehr ratsam.
Die Ganymed Brasserie erinnert mit ihrer Einrichtung an Pariser Flair und zelebriert Lebensqualität ohne formelle Zwänge. Passend zur Jahreszeit kann man auf der Sonnenterasse mit herrlichem Spreeblick dinieren. Ob halber Hummer oder Flammkuchen, alles ist frisch und wird punktgerecht serviert. Dazu gibt es eine reichhaltige Weinkarte, die vom Rivaner Landwein bis zum 97er Château Margaux jeden Gaumen befriedigt. Vive la france!
Ganymed Brasserie 3/2006
This high-end French restaurant is considered one of the best places to eat in the theater district after a show. There's a good traditional French dining menu and an extensive wine list to salute the actors who drop by after performances. The menu changes daily and a lighter menu fare is available. This is a classic dining experience that even offers piano music to serenade you during the meal. Excellent service. Reservations recommended. Business dressy attire.
Quelle: www.10best.com/Berlin/Restaurants/French
EXBERLINER 33/2005
GANYMED BRASSERIE (photo above) This is a serious french brasserie proudly sitting on the banks of the Spree on the very premises of the former GDR’s elite restaurant – a stone’s throw away from Berlin’s media and government headquarters. Here, for three years now, Marseille-born chef Vincent Garcia has been offering a wide range of dishes at the confluence of traditional French and gourmet food: high-quality ingredients, professionally executed food spiced up with that little je ne sais quoi which defines the house style – often a touch of Provence, where Garcia worked for a few years. So expert great fish and the freshest seafood in town – lobster and oysters mainly. Garcia – who takes care of his customers personally – likes to boast a clientele as diverse as his menu, from next door’s construction workers to the Dalai_Lama, Queen Elizabeth, or the new Chancellor Merkel (a regular for steak tartar or a cassoulet), Guido Westerwelle (also a regular) and Joschka Fischer… only Gerhard Schröder never dropped by…at least until he lost his job. Prices range from 7,90 euros for a huge tasty Flammkuchen, and good daily lunch deals to the 45-euro exquisite plateau de fruit de mer, 20 euros for a grilled lobster or a juicy Entrecote! It’s the Borchardt of this part of town – standing and quality wise, minus the show-off and Promis.
Berliner Morgenpost
Paul von Schell serviert Paul von Schell , Witwer von Hildegard Knef, betätigte sich gestern als "Hilfs-Weihnachtsmann": Bei der Feier im Restaurant Ganymed (Schiffbauerdamm) für 40 Kinder zwischen zwei und zehn Jahren aus dem sozialpsychiatrischen Zentrum des Virchow Klinikums servierte er den Kleinen Gänsebraten und half anschließend beim Verschenken liebevoll verpackter Überraschungen. Paul von Schell: "Es macht mich glücklich, wenn ich die strahlenden Augen der Kinder sehe." Das "Ganymed" lud zum vierten Mal kranke Kinder ein.
Quelle: Berliner Morgenpost
ELLE Cityguide Berlin
Klassiker & Kult-Treffs in Berlin
Die “Ganymed Brasserie” befindet sich zentral am Schiffbauerdamm in Berlin-Mitte, zwischen Friedrichstraße und dem Berliner Ensemble. Chef de Cuisine Vincent Garcia aus Marseille kocht eine frische französische Küche. Seine Leidenschaft gilt den Früchten der Meere wie Krustentieren, Austern und Muscheln, die fangfrisch aus Frankreich angeliefert werden. Klassiker wie Cassoulet und verschiedene Chouc-routes, Steak Tartar oder Tarte Tatin kommen selbstverständlich ebenfalls nicht zu kurz. Wen trifft man hier? Businesspeople, Politiker und Schauspieler der nahen Theater. Gut, dass bis zwei Uhr nachts offen ist.
Quelle: ELLE Cityguide
Prinz TOP Guide 2006
Prinz Sieger in der Rubrik: französisch Cuisine française à la bonneure. Im Sommer sitzt man très chic auf der großen Terrasse neben dem Berliner Ensemble. Zur kühlen Jahreszeit fühlt man sich im großen Schankraum wohl und gut umsorgt. Chefkoch Vincent Garcia zaubert Klassiker der feinen französischen Küche. Gebratene Entenstopfleber, Kalbsrücken mit Gnocchi und Steak Tartare. Sein Hauptgeschäft sind Meeresfrüchte: Muscheln aus der Bretagne, Krabben, Krebse und Austern in überwältigendem Angebot und ausgezeichneter Frische. Wer es mal richtig krachen lassen will, bestellt die gigantische gute „Plateau des fruits de mer“. Oder eine Fischvariation an Champagnersauce.
Küche 5 von 5 Punkten
Atmosphäre 4 von 5 Punkten
Quelle: Prinz 2006
GATE Magazin
Urban Beat - Frankreich für Tafelfreunde Eine Brasserie, was ist das? Ein anderes Wort für französische Lebensqualität. Die ersten Brasserien wurden nach dem Deutsch-Französischen Krieg von elsässischen Flüchtlingen gegründet. Als quirlige Treffpunkte, in denen verschiedene Biersorten, aber auch klassische Weine ausgeschenkt wurden. Unkompliziert und zwanglos kam das Essen auf den Teller, dabei aber von hoher Qualität und französisch inspiriert. So wie in der Ganymed Brasserie am Schiffbauerdamm. Das Restaurant hält die Tradition der ungezwungenen Tafelfreuden aufrecht. Hier erwartet ein sorgfältig gedeckter Tisch und ein exzellenter Service die Gäste.
Chef de Cuisine Vincent Garcia kocht frische französische Küche mit Leidenschaft für Früchte des Meeres. Klassische französische Gerichte wie Cassoulet und verschiedene Choucroutes, Steak Tartare oder Tarte tatin kommen ebenfalls nicht zu kurz. Wer wirklich französische Qualität und inspiriert-lässige Küche sucht, ist hier richtig in der Brasserie. Nach alter Tradition.
Quelle: Gate Magazin 40
Mediterrane Küche am Ufer der Spree
Berlin-Gala-Menü im Juli - Spitzenkoch Vincent Garcia verwöhnt Morgenpost-Leser in der Ganymed-Brasserie
Die Lebenslust der Franzosen, ihr Sinn für Genuß, der keinen Spagat zwischen deftig-ländlich und Edelcuisine kennt, sowie salziger Meeresgeschmack auf der Zunge und die Spree, in der sich die Laternenlichter spiegeln. Dies sind die Zutaten für unser Gala-Menü im Juli. Ferienstimmung zaubert mit Austern, Hummer, Champagner und Feigen ein Koch, dessen spanischer Großvater als Pirat die italienische Großmama nach Frankreich entführte. Mit ihr verkaufte der kleine Vincent Garcia in Marseille Austern auf dem Fischmarkt oder lugte in die Töpfe des elterlichen Restaurants. Vielleicht, weil dem großen Garcia in Berlin das Mittelmeer fehlt, bestückt er die Speisekarte in der Ganymed-Brasserie mit Krustentieren und Fischen aller Art.
Heute richtet Garcia dort an, wo seit den 30er Jahren das nach dem Mundschenk des griechischen Göttervaters Zeus benannte Edelrestaurant Berlins Gaumen beglückt. Zu DDR-Zeiten diente es als Spitzenrestaurant der Schickeria aus Ost und West.
Nach einem Amuse Bouche zum Auftakt serviert der 37jährige Austern: die Fine de Claire sind nussig-herb schmeckende Austern, die in Frankreich in Austernteichen, sogenannten "Claires", gezüchtet werden. Garcia reicht dazu eine Schalottenvinaigrette. Peter Wiese von Rindchens Weinkontor legt nach: Champagner Veuve Eugenie Bezard von Baron Albert, der zu 90 Prozent aus der hellen Pinot Meunier Traube stammt.
Den zweiten Gang, gegrilltes Filet von der Dorade an Basilikumpesto mit Parmesanplätzchen, begleitet ein 2003er Gavi di Gavi Tenuta la Meirana, dessen Honig-, Haselnuß- und Aprikosennote das mediterrane Fischgericht ergänzt.
Ein lauwarmer halber Hummer mit Baguette und Safran-Aioli ist der Hauptgang unseres Menüs, den wir perfekt auf den Punkt gegart mit allen Fingern genießen. Ein 2003er Chardonnay Kindenheim vom Shooting-Star der nördlichen Pfalz, Axel Neiss paßt frisch und zugleich füllig dazu.
Bis hierher geht das Menü als figurfreundliche Feinschmeckervariante durch, doch gebackener Reblochon im Bayonner-Schinken-Mantel bereitet dem ein Ende: Zu den Räucheraromen des Schinkens und dem cremigen Käse empfiehlt Peter Wiese einen 2003er Vernaccia di San Gimignano, ein Toskanawein mit Barriquenote. So salzig-leicht der Austerneinstieg, so sündig-schokoladig läßt Vincent Garcia seine Menükreation enden: Die Schokoladen-Marzipan-Tarte mit den frischen Feigen und dem Grand Marnier zergeht auf der Zunge, die ein Schluck Coteaus de l´Aubance 2002 von der Loire mit Aromen von grüner Mandel und Holunder, Walnuß und Zitronenmelisse ergänzt.
Quelle: Berliner Morgenpost, 26.06.2005, Corinna Schlag
Zitty Essen Trinken Tanzen
Sonderheft 2005/2006 Zu Ostzeiten war die gediegene französische Brasserie die erste Adresse, wenn es darum ging, dem Westbesuch einen gewissen Lebensstandard vorzugaukeln. Die Lage direkt am Schiffbauerdamm ist auch heute noch unschlagbar. Dazu vermittelt die Küche auch bei großem Betrieb einen soliden Eindruck über dem Mittelmaß und überzeugt mit frischen saisonalen Zutaten. Viel Fisch und Meeresfrüchte stehen auf der Karte, gut ist auch der Flammkuchen. Wie leider allzu häufig in Mitte, bezahlt man den repräsentativen Charme des Ganymed mit den Getränkepreisen.
Quelle: Zitty 2005/2006
Kulturradio
Geschmackssache Restaurant "Ganymed - Brasserie"
Französische Küche
Als ich noch in Paris wohnte, war für mich das Konzept der Brasserie Teil der französischen Lebensqualität. Unkompliziert und ohne formelle Zwänge soll das Essen serviert werden, dabei aber handwerklich perfekt und zügig auf den Tisch kommen. Die Wahl soll zwischen deftig-ländlich und in einem Gang oder auch einem besonderen, verfeinerten Gericht bestehen. Genau das gibt es in herrlicher Wasserlage am Schifferbauerdamm. Deftig: perfekter Flammkuchen, Steak Tartare wie in Frankreich, Choucroute, das alles hat seinen (berechtigten) Preis von ca. 14 Euro.
Man kann aber auch eine fast poetische Vorspeise wie Hummer in Rhabarberstreifen (kalt) in perfekter Ausgewogenheit von süss-salzig-sauer genießen (9 Euro). Der Fisch ist taufrisch und exzellent, das Fleisch natürlich Bio. Der Service ist freundlich, unaufdringlich und reibungslos, in Mitte wahrlich keine Selbstverständlichkeit! Die Desserts fallen ein wenig ab, ein Grand-Marnier-Parfait war zu sahnig-süß um aufregend zu sein. Auf den Wein ist absolut Verlass, ein Pouilly Fumé von der Loire zu 31 Euro war ein Gedicht und passte perfekt zu Hummer und Fisch.
Wer wirklich französische Qualität und inspiriert-lässige Küche sucht und deren angemessenen Preis zahlen will, ist hier richtig.
Clemens Goldberg, Kulturradio am Vormittag
PRINZ, Dezember 2004
Nouvelle Küsschen, die schönsten Restaurants in Berlin In dieser großen Brasserie ein unbeochtetes Plätzchen zu finden, ist zwar kaum möglich. Trotzdem kann man hier direkt am Spreeufer in Pariser Romantik-Flair eintauchen. Die französische Küche passt zur Einrichtung. Wer mit Hummer und Austern nicht klarkommt, bestellt von der deftigen Karte, zum Beispiel geräucherte Wurst mit Sauerkraut.
Fazit: Parier Flair, ideal für frisch Verliebte.
Quelle: Prinz 12/2004
Berliner Zeitung 20.11.2004
BESSER KOCHEN MIT Vincent Garcia aus dem Ganymed: Quiche mit Speck und Lauch
Jedes Jahr zur Einführung des Beaujolais Primeur wird in ganz Frankreich gefeiert. Allerdings feinert man nicht den Primeur an sich, er spielt eher eine untergeordnete Rolle, sondern allgemein die Einführung des gesamten neuen Weinjahrgangs. Der Kult um den Primeur wird ohnehin eher im Ausland gemacht, weil 80 Prozent der Flaschen exportiert werden. Meine Großmutter war aber Beaujolais-Fan und hatte für die fruchtigen Aromen von Himbeere, Erdbeere und Johannisbeere eine ganz spezielle Vorliebe. Meine Beziehung zum Wein ergibt sich durch zwei ganz andere Punkte: Zum einen durch meinen Namen, denn "Vincent" ist der Patron der Winzer. Zum anderen durch meinen Geburtstag, der sich in jedem Jahr Mitte November mit dem Primeur-Stichtag überschneidet, so dass es nahe liegt, die eine oder andere Flasche Beaujolais mit Freunden zu leeren. Dazu gibt es dann eine herzhafte Quiche, etwa wie die, deren Rezept ich Ihnen heute vorstellen möchte.
ZUTATEN (für 8 Pers.): Für den Mürbeteig: 250 g Mehl, 125 g Butter, 5 cl Wasser, 5 g Salz, 1 Ei. Für die Auflage: 100 g Speck, 50 g Zwiebeln, 200 g Lauch, 50 g Käse, z.B. Emmentaler. Für die Masse: 0,25 l Sahne oder Creme fraiche, 0,25 l Milch, 2 Eier, 2 Eigelb, Salz, Pfeffer und Muskat.
ZUBEREITUNG: Zunächst muss der Mürbeteig gefertigt werden. Dazu das Mehl und die Butter miteinander vermengen, dann das Eigelb untermischen und gut verrühren. Anschließend Wasser und Salz in die Masse geben und zu einem homogenen Teig verarbeiten. Den Teig auf einem Blech ausrollen und stehen lassen. Nun die Zwiebel pellen und in Würfel schneiden, den Lauch waschen und in Streifen schneiden. Im Anschluss Speck, Zwiebel und Lauch in der Pfanne in Butter anschwitzen, bis sie glasig sind. Dann auf einem Sieb abkühlen und ruhen lassen. Zum Abschluss die Masse fertigen. Dazu alle Zutaten miteinander schaumig schlagen. Danach den Teig mit der Hälfte der Masse bei 100°C im Ofen ca. 10 Minuten vorbacken. Im Anschluss die restliche Masse und Auflage hinzufügen und alles mit Käse bestreuen. Die Quiche etwa 30 Minuten bei 180°C im Backofen garen.
Quelle: Berliner Zeitung
PRINZ Topguide 2005
Trés chic Im exclusiven Ambiente bietet diese Brasserie französische Küche. Also gebratene Entenstopfleber, Kalbsrücken mit Gnocchi, Steak Tartare, divers Tarts und deftiges Sauerkraut. Der Choucroute-Royal-Teller kostet 18,80 Euro und macht kolossal satt. Ein Teil des Publikums besteht aus Mitte-Geschäftsleuten und Promis, die sich gerne Luxus leisten.
Fazit: Pariser Flair am Spreeufer
Quelle: Corinna Weidner, Prinz
Berlins Speisenkarte 2005
Die Franzosen sind ein leidenschaftliches Volk, und obwohl viele von ihnen lieber an der Seine als an der Spree das Leben genießen, haben Restaurants, Cafés und Brasserien den Charme und die Gaumenfreude aus dem Land der Revolution in die deutsche Metropole gebracht.
Die Speisen sind authentisch und so frisch dass der Gast gefährdet ist, wie Zeus in heftiger Liebe zu Ganymed zu entflammen.
Spätestens beim Flammekuchen entdeckt jeder eine gewisse frankophile Veranlagung, die durch ausgiebigen Weinkonsum verstärkt wird.
Die Auswahl reicht vom Rivaner Landwein bis zum 97er Château Margaux und lässt sich besonders gelassen im großen Garten genießen.
Quelle: Berlins Speisenkarte 2005
Berlins Speisekarte 2004,
"Im Ganymed wurde das original Alt-Berliner Interieur mit ein paar Handgriffen auf original uralt-französisch getrimmt: Karierte Tischdecken, Fotos vom Eifelturm und von Sacre Coeur, Speisekarte en francais, Adamo und Edith Piaf vom Band fertig ist die Brasserie. Der Kellner entdeckt uns nach einer Weile im hintersten Winkel der Terrasse und zeigt sich fortan aufmerksam und flexibel. Zwei Vorspeisen als persönliches Menü für Madame? Kein Problem. Austern? Natürlich gibt’s welche. Keine Vorspeise, aber einmal Steak Tartare für Monsieur? Gern. … Unter allerlei Getöse werden Schalotten, Anchovis, Kapern, Steak und Ei, Letztere beide selbstverständlich roh, zu vier anmutigen Fleischhügelchen vermischt. Madame stibitzt heimlich einen Bissen Rohfleisch. Sie selbst bekommt einen Salat mit Ziegenkäse im dünnen Teigblatt. Ziemlich deftig. Monsieur schaut kurz hoch vom Steak Tartare: Weißt du noch, damals … Madame fühlt sich ertappt: sentimental geworden. An Paris gedacht. Genau dahin wollen die Leute vom Ganymed uns kriegen. Mit den Tischdecken, Paris-Fotos, Adamo und dem ganzen Klumpatsch. Sehr nett."
Berlins Speisekarte 2004, Natalia Geb
Sergej, 23.09.2003
Das liebevoll geführte Restaurant bietet seinen Besuchern eine köstlich- frische französische Küche und einen hervorragend befüllten Weinkeller. Jeden Monat wird ein Special-Menue zusammengestellt, so werden z. B. diesen Monat die Geschmacksnerven der Gäste mit einem außergewöhnlichen Hummergericht verwöhnt
Sergej, Sept. 2003, Michael Rädel
EXBERLINER, 23.09.2003
I am coming, I am coming! But whither? To where?’ To the banks of the Spree, of course. Goethe is already there. So is Bertholt Brecht. They’re featured in a large painting on the dining room wall at Ganymed Brasserie. In the 1774 poem Ganymede, Goethe laments the idea that he must wait for heaven to fully satiate his palate of earthly desires … But today, some fortunate human souls (and a few lucky tourists) have found their own culinary paradise right here in Berlin’s Mitte… Ganymed leaves the egalitarian flavor of Prenzlauer Berg und Friedrichshain behind, for a more profilgate taste of life. Styled after a typical brasserie, Ganymed surrounds its guests with dusty chalkboards, dark wood, and checkered tablecloths.”
EXBERLINER; THE ENGLISH-LANGUAGE PAPER FOR BERLIN; Sept. 2003, K. T. Cappellini
TIP, 11/ 2002
Es muss in einem früheren Leben des Ganymed gewesen sein, dass sich Gäste über das Essen beschwert haben. Jetzt ist es, um das gleich zu sagen, hervorragend. Französische Küche, nicht zu aufgedreht, eine Brasserie eben Im zigsten Anlauf scheint die Küche im Ganymed gelungen zu sein, und wenn es Jens Egert gelingt, den hohen Ton zu halten, ist ein entspannender und kulinarisch anspruchsvoller Ort auf der Berliner Restaurantkarte zu vermerken.
TIP, 11/02 von Erna Stuhr
Top Magazin BB, November 2002
Der neue Küchenchef Monsieur Vincent Garcia aus Marseille ist Garant für authentisch-französische Küche von der Hommage à la Cuisine de Provence bis zur Haute Cuisine, wobei die Meeresfrüchte den kulinarischen Ton angeben Und dazu ein einfacher Landwein oder ein edles Spitzengewächs. Genießen zum fairen Preis ist die Devise im Ganymed. Lassen Sie sich verwöhnen. Bon appetit!
Top Magazin BB, Nov. 2002
Elle Bistro , September 2003
Topadressen in Berlin
"Der Hype um die Hauptstadt ist vorbei, der Tourismusboom hat sich abgeschwächt. Der richtige Zeitpunkt also um mal wieder nachzuschauen, was sich in der Zwischenzeit so alles getan hat, um Berlin richtig zu genießen. Am Ufer der Spree gegenüber vom Bahnhof Friedrichstraße werden in der Ganymed Brasserie Austern und Sauerkraut nach Elsässer Art serviert."
Elle Bistro 05/2003
Berliner Zeitung, 23.09. 2003
Top Ten
"Welches sind die besten Restaurants der Stadt? Wie behandelt einen das Personal? Das Stadtmagazin "tip" hat sich in der Gastroszene umgesehen und "Berlins Speisekarte 2004" herausgebracht. Wir stellen daraus jeweils die besten zehn Restaurants vor. Heute: Mittagstisch. 3. Platz - Ganymed Brasserie: Paris? Nicht nötig. Hier singt Edith Piaf zu Austern, Tartare und warmem Ziegenkäse."
Berliner Zeitung, 20.9.2003
Der Tagesspiegel, 21.09. 2003
Ganymed - Wieder erwacht
"Einst war es das Vorzeigelokal der DDR. Im Ganymed, dem Künstlerlokal neben dem Berliner Ensemble verkehrten nicht nur Bertolt Brecht und Heiner Müller, sondern auch die intellektuellen Speerspitzen aus dem Westen, die sich die Inszenierungen des Meisters schon ansahen, als dessen Werke an westdeutschen Schulen noch nicht mal auf dem Lehrplan stehen durften. Hier konnte man bei Nasi Goreng und Schweinesteak den ganz tiefen Abgründen der kulinarischen DDR-Tristesse entfliehen. Mit der Wende kam das Aus. Sieben Jahre blieb die Küche kalt, erstaunlich, aber vielleicht auch symptomatisch für die Komplikationen des Zusammenwachsens. Inzwischen gibt es das Ganymed wieder, und diesmal kommt es als französische Brasserie daher. Und zwar komplett mit roter Markise, bunten Glühlampen, mit Kreide beschrifteten Schiefertafeln und karierten Tischdecken. Hat an jenem Abend wirklich ein Akkordeon gespielt, und sei es auch nur im Lautsprecher? Möglich, dass ich es mir nur eingebildet habe, das Ambiente spielt solche Musik gewissermaßen aus sich selbst heraus. Wenn irgendwo alte Edith-Piaf-Platten aufgelegt werden können, dann hier. Die Kellner sind freundlich, nicht geradezu unterwürfig und ganz bestimmt auch nicht hektisch, sondern von einer unaufgeregten Würde, wie sie auch nach Paris passen würde. Die Rückkehr zu einer dezenten Gemütlichkeit scheint sich auszuzahlen. Vorweg gibt es Zwiebelbrot und Baguette mit Butter, die in glänzender Folie wie Knallbonbon verpackt ist. Alles frisch und freundlich serviert. Bei den Aperitifs gibt man sich nicht ganz so streng französisch, Manhattan (6,60 Euro), Kir Royal (7,20 Euro), alles drin. Die Dorade in Gestalt dreier kleiner Filets gab sich etwas rustikal, trug schwer an Haut und Gräten, eine schöne Gemüsejulienne tröstete anmutig darüber hinweg (8,90 Euro). Der große «Salat Vital» mit Blättern, Schinken und Grapefruit könnte dem Rezept nach auch amerikanischer Provenienz sein, schmeckte aber sommerlich einleuchtend mit dieser Mischung aus Frische und Leichtigkeit (8,90 Euro). Die «Tagliatelle au Basilic» waren zwar vorbildlich al dente gekocht und brüsteten sich mit superzarten Hähnchenwürfeln, beklagten aber gleichzeitig einen gewissen Mangel an Pesto (9,90 Euro). Kleiner Trick am Rande: Man kann ja ein Schüsselchen extra dazu geben. Was die richtige Pestomenge angeht, gibt es so viele Schulen, wie es Pesto-Esser gibt. Sehr schön, wenngleich sehr reichhaltig war der Flammekuchen mit Spinat und Ziegenkäse. Überhaupt ist es erfreulich zu sehen, dass sich die elegante elsässische Antwort auf die Pizza mehr und mehr durchsetzt. Hier war der Teig hauchdünn und knusprig, noch einmal mit italienischen Pesto-Anleihen bedeckt, außerdem mit Ziegenkäse, Anchovis und enthäuteten Tomaten. Das schmeckte ausgesprochen apart (9,90 Euro). Dazu tranken wir den Hauswein, einen sehr sauberen Rivaner zum Preis von 2,40 Euro das Glas. Vielleicht ist jetzt eine solide Stabilität angezeigt. Ihren Charme gewinnt sie durch den französischen Akzent."
Der Tagesspiegel, Berlin vom 21.09.03, Elisabeth Binder
Marcellino´s Restaurantreport 2004
Platz 10
Nach jüngst erfolgter Renovierung jetzt in neuem Glanz. Schon Generationen von "Schauspielern und Theaterbesuchern" verkehrten im "Traditionsrestaurant an der Spree". Inzwischen gesellen sich "Berlinbesucher" hinzu, bei denen der "verstärkte Brasserie-Touch" gut ankommt. Die Küche pendelt "recht gekonnt" zwischen "exklusiven Krustentieren und französischer Landküche" mit gelegentlichem "regionalen Schlag". "Weine sind hier kein Problem" und bedient wird man "meist ordentlich".
Marcellinos 2004
Der Feinschmecker 02/2004
Die Besten Lunchrestaurants 250 Adressen in Deutschland
In der stimmungsvollen Brasserie neben dem Berliner Ensemble mit ihren schwarzen Möbeln und rot karierten Tischdecken gibt´s traditionelle Küche - von elsässischem Sauerkraut über pot -au-feu bis zu Hummer und Austern. Lockerer und kompetenter Service.
Der Feinschmecker 02/2004
Prinz Top Guide Berlin 2004
Die Brasserie am Spreeufer setzt auf exklusives Ambiente sowie Krusten und Schalentiere. Zwar finden sich auch Entenstopfleber, Kalbsrücken, Tartes und deftige Sauerkrautgerichte mit Fleisch auf der Karte. Aber das Hauptgeschäft sind Muscheln, Krebse und Austern in einem überwältigenden Angebot. Mit viel Brimborium werden diese an den Tisch gebracht, sind frisch, pur und machen richtig viel Spaß. Im Sommer große Terrasse an der Spree. FAZIT: Pariser Flair, Schalen & Krustentiere satt. Urteil: sehr gut!
PRINZ TOP Guide Berlin 2004, Corinna Weidner
Die Welt, November 29.11.2003
Pariser Atmosphäre zur Mittagszeit im Restaurant Ganymed am Bertolt-Brecht-Platz in Mitte. Die Tagesempfehlungen sind mit Kreide auf Tafeln geschrieben. Das Besteck steht in Tongefäßen, ebenfalls die Papierservietten. Selbst eindecken ist angesagt. Die Speisekarte kommt französisch. "Spécialités maison" steht da und in kleiner Schrift die Erklärung für Ahnungslose: "Hausspezialitäten", und der Hummer mit Mayonnaise steht als "Homard Mayonnaíse" in der Karte. Wie sich die Zeiten geändert haben. Neben dem Grandhotel war dieses Restaurant zu DDR-Zeiten die kulinarische Top-Adresse schlechthin. "Weinrestaurant mit Weltniveau" hieß es etwas großspurig in der Werbung. In jedem Fall konnte das Restaurant Ganymed, das, so lehrt die griechische Mythologie, nach dem Mundschenk der olympischen Göttertafel benannt ist, mit deftigen Speisen Bert Brecht, Heiner Müller und das ganze Theaterensemble über Jahrzehnte beglücken. Die angesprochene Küche bietet eine saubere handwerkliche Leistung mit guten Produkten. . Das Preis-Leistungsverhältnis bleibt ausgezeichnet. Für den trockenen Korken entschuldigte er sich: "Ich glaube, es wäre besser, den Wein liegend zu lagern, aber bei uns stehen die Flaschen aus Prinzip, das spart Platz." Den Hinweis, dass das nun der beste Weg sei, edle Weine in Essig zu verwandeln, nahm er dankbar und fasziniert auf:"Ich will Sie nicht stören, aber was gibt es sonst noch bei der Weinpflege zu beachten?" Diesmal servierte der "Garçon" nach olympischem Prinzip. Er schleuderte den Teller wie einen Diskus auf meinen Platz. Überraschung, ja Unverständnis im Blick konnte er nicht mehr sehen, so schnell war er wieder in der Küche.
Die Welt, Heinz Horrmann, 29.11.2003
Das Buch der Berliner Lokale
Ganymed
Bereits seit 1880 kehrt man unter dem Mosaik der Borussia am Schiffbauerdamm gern ein. Den Namen "Ganymed" trägt das Restaurant seit 1931. Der damalige Besitzer eröffnete hier seinen Ort der lustvollen Befriedigung nach Speis und Trank und nannte es daher nach dem schönen Jüngling Ganymed, der Zeus als persönlicher Lustschenk diente. Und um in der griechischen Mythologie zu bleiben: Neptun wäre sicher angetan von den beeindruckenden Meeresfrüchteplatten, die eine Spezialität der Ganymed Brasserie sind. Chef de Cuisine Vincent Garcia verwöhnt die Gäste jedoch nicht nur mit Hummer und Fisch, sondern genauso gern mit klassischen französischen Gerichten wie Bouillabaisse, Cassoulet, dampfenden Sauerkrautplatten oder einer Tarte tatin. Eine große, sehr gut sortierte Auswahl an Weinen oder ein frisch gezapftes Bier macht das Essen perfekt. Das Ambiente hat den Charme Pariser Brasserien und bietet Raum für alle Anlässe, ob zünftig oder besonders feierlich. In den Sommermonaten mit dem Blick auf die Spree... eine kleine Oase im Zentrum Berlins."
Das Buch der Berliner Lokale, Oochnbligg Verlag, Pulsnitz
Die Welt 22.12.2003
Restaurant spendiert kranken Kindern einen Festschmaus Bevor die zwölfjährige Angelique in ihr Schnitzel beißen kann, muss sie sich erst mal eine Spritze geben. Das ist keine angenehme Prozedur, schon gar nicht, wenn man im Restaurant sitzt und andere einem dabei zuschauen können. Doch heute sieht Angelique das relativ locker, denn um sie herum in der Brasserie Ganymed am Schiffbauerdamm sitzen Kinder, die wie sie chronische Erkrankungen haben. Angelique ist Diabetikerin. "Dreimal am Tag muss ich mich spritzen", sagt das Mädchen. Ihre Krankheit wurde vor zwei Jahren festgestellt. "Ich habe viel getrunken, musste oft auf die Toilette gehen und wurde immer dünner", erzählt sie. Zu viel Zucker im Blut, diagnostizierte ein Arzt. Nun ist sie in der Charité in Behandlung. Etwa 1000 chronisch kranke Kinder werden im dortigen Sozialpädiatrischen Zentrum versorgt. Kinder, die ihr Leben lang an einer Stoffwechselerkrankung leiden werden, die kranke Herzen haben oder eben Diabetes. Diesen Kindern wollten die Chefs der Brasserie Ganymed, Stefan Gruberund Vincent Garcia, eine Weihnachtsfreude bereiten. Deshalb schlossen sie gestern ihr Restaurant und luden 50 chronisch kranke Kinder mit ihren Familien zum Weihnachtsschmaus ein. "Alle unsere Mitarbeiter arbeiten heute ohne Lohn", sagt Manager Stefan Gruber. Dennoch flitzten die Kellner gut gelaunt mit Gänsekeulen, Schnitzeln und Cola-Gläsern durch das voll besetzte Restaurant. Sogar Weihnachtswünsche wurden an diesem vierten Adventssonntag erfüllt. Der zwölfjährige Michael, der mit einem offenen Rücken geboren wurde, bekam eine CD. Die dreijährige Samira, die zu früh das Licht der Welt erblickte und ihre Beine nicht unter Kontrolle hat, wünschte sich Bausteine. Angelique bekam auch eine CD - und am Heiligen Abend sicher einen bunten Teller, wenn auch mit Diabetikerschokolade.
Die Welt, 22.12.2003
Berliner Morgenpost 22.12.2003
Festschmaus für kranke Kinder
Angelique ist Diabetikerin, muss sich dreimal am Tag Insulin spritzen. Auch Michael wird sein Leben lang gehandicapt sein. Der Zwölfjährige kam mit einem offenen Rücken zur Welt und kann nicht laufen. Dennoch strahlt der Spandauer Junge heute über beide Backen. Zusammen mit seiner Familie und 50 anderen chronisch kranken Kindern wurde er gestern von den Chefs der Brasserie Ganymed am Schiffbauerdamm, Jens Egert und Vincent Garcia, zu einem Festschmaus eingeladen. Egert und Garcia wollten chronisch kranken Kindern, die im Sozialpädiatrischen Zentrum der Charité versorgt werden, eine Weihnachtsfreude bereiten. Dafür servierte das Ganymed-Team den ganzen Tag ohne Lohn. Für die kleinen Gäste gab es nach Gänsekeulen, Schnitzeln und Cola auch noch Geschenke.
Berliner Morgenpost 22.12.2003
Berliner Zeitung 10.01.2004
Sie werden plaziert: Im Ganymed am Schiffbauerdamm
Herr Bertel, der volles weißes Haar besitzt, was ihn glaubwürdig macht für eine Begebenheit, die so lange zurückliegt, erzählt, was sich eines Tages im Ganymed zutrug. Er war damals natürlich noch ein sehr junger Mensch und sein Haar war dunkel, und doch hatte sein Lebensweg sich schon so gestaltet, dass er ihn an manchem Abend in dieses Restaurant führte, in dem weltberühmte Künstler der DDR und des nebenan befindlichen Brecht-Theaters gelegentlich zu speisen und zu trinken pflegten, bedient von Kellnern in langen weißen Schürzen, unterhalten von einem dezenten Duo - einer geigte, der andere spielte Klavier. Eines Abends saßen da die Komponisten Hanns Eisler und Paul Dessau. Eisler vergnatzt, Dessau bestens gelaunt. Eisler beklagte sich bei Dessau, dass seine Werke in der DDR nicht aufgeführt würden. Der launige Dessau sprang auf, eilte zu den Musikern, erbat sich die Geige und führte ein Eislersches Werk auf - die Nationalhymne der DDR. Was in dieser Lokalität selbstbewusster Gäste einige Irritation auslöste: Sollte man aufstehen oder nicht. Das siebzehnjährige Fräulein Neumann aus Prenzlauer Berg staunte, wenn es ins Ganymed ausgeführt wurde: Stuck und Plüsch und geschliffenes Kristall, weißes Leinen und Sektkühler, das Chateaubriand wurde auf einer beeindruckenden Silberplatte serviert, und als Dessert gab es Crêpe Suzette, am Tisch flambiert mit Weinbrand Edel. Dazu heiße Kirschen, Ersatz für die Orangenspalten, aber das Original kannte kaum einer. Eisler und Dessau vielleicht, die waren in der Welt herumgekommen. Das Ganymed, nach draußen abgeschirmt durch bunte Butzenscheiben, war ein Exil in der tristen Genusslandschaft DDR, ein HO-Tempel der Völlerei, eine Inszenierung des Unerhörten, eine Scheinwelt, die es nicht noch einmal gab. Nicht im Osten. Aber in Ost zu bezahlen. Heute vom Unerhörten zu reden wäre übertrieben, aber was den Schein betrifft, so hat man sich besonnen. Nachdem das Ganymed in der Nachwendezeit eine enttäuschende Phase durchmachte - der Glanz war weg, der Ruf war hin, es war nicht mehr das alte, und es kam auch nichts Neues, wurde es letztes Jahr kurzerhand zur Brasserie. Der Chef de Cuisine soll sogar aus Marseille stammen, es gibt fangfrischen Hummer aus Frankreich und viel heitere Kulisse: Schiefertafeln, rotweiß karierte Tischdecken und die Karte spricht französisch - die Kellner sprechen es nicht. Welcher Franzose geht schon in Berlin in eine Brasserie, mögen sie denken. Aber sie sind sehr, sehr nett, locker, zurückhaltend, aufmerksam. Die schöne Stuckdecke mit den dicken Putten ist noch da, es ist ein bisschen verkramt, aber behaglich, voller Vitrinen und Anrichten. Nur die grelle Lampe auf dem Kassenpult sollten sie schleunigst wegnehmen, wer in ihrem Licht ist, fühlt sich geblendet wie beim Verhör. Die Preise sind wie in vielen Lokalen der Stadt (Suppe 4,90, Vorspeise 11,90, Hauptgericht 17,90 Euro), nur die Weinkarte protzt mit einem Margaux für über 500 Euro, aber wir finden den 2002 Sancerre blanc von Henry Blochard für 32 Euro unserem Menü durchaus angemessen. Das Karotten-Ingwer-Süppchen mit Poulardenstreifen in seiner scharfen Milde hätte ein wenig weniger dick sein dürfen, die Hauptgerichte - Zanderfilet in weißer Portweinsoße und Jungschweinfilet in Dijon-Senfsoße - hinterließen ein Gefühl der Zufriedenheit. Glücklich aber machte der Hasenrücken mit Pinienkernen und Xèrèsessigjus auf kleinem Salat. Das war aufregend gut, zart das Fleisch und raffiniert das Jus. Crêpe Suzette gibt es immer noch oder wieder, jetzt mit Orangen und Cointreau, und wir nahmen sie um der Legende willen. Aber der Mythos ist weg, wer kennt ihn noch außer dem Herrn Bertel mit dem weißen Haar. Hinter uns verspeiste ein zartes japanisches Pärchen einen Berg Elsässer Sauerkraut mit fetter Wurst.
Berliner Zeitung , 10.02.2004, Martha André
AHGZ, 24.01.2004
Filmstar Matt Damon im Ganymed
Kürzlich trieben in Berlin Mitte "Gangster" ihr Unwesen. S-Bahnhof Friedrichstraße und der Schiffbauerdamm waren der Ort des Geschehens, wo mit Hollywoodstar Matt Damon weitere Szenen für den Agententhriller "The Bourne Supremacy" gedreht werden. Die Crew suchte dabei auch das Restaurant Ganmyed auf. Und so war der Schauspieler dort täglich zu Gast. Küchenchef Vincent Garcia verwöhnte ihn mit Leckerbissen.
AHGZ 24.01.2004
ZITTY Spezial Guide 2003/2004
Das Restaurant der oberen Mittelklasse liegt nicht nur gleich neben dem Berliner Ensemble, seit jahren sitzen hier auch die Stars und Sternchen des Theaters. Bereits in alten Zeiten war das traditionsreiche Haus Treffpunkt für Ost-West-Prominenz. Das bleib. Heute glänzt in den Räumen, die aussehen wie eine französische Brasserie, auch die Küche.
Zitty Spezial Guise 2003/2004
Siegessäule Heft 04/2004
Kalkutta liegt am Ganges, Paris liegt an der Spree
Leserinnen testen Restaurants- diesmal: Ganymed Brasserie. Bewertung: sehr gut. Ich komm, ich komme! Wohin? Ach, wohin? Sprach und trug der gute Goethe in seinem Ganymed. Als schönster unter den sterblichen wurde Ganymed, Sohn des Königs von Troja, in der griechischen Mythologie besungen. Der antike Beau brachte es mit seinem Aussehen bis in den Olymp. Dort kellnerte er sich als Mundschenk der Götter buchstäblich an die Weltspitze. Kein Wunder, dass der Name des obersten Obers seither mit allerlei Sinnesfreuden in Verbindung gebracht wird. Wir gehen der Sache auf dem Grund: runter vom Olymp, rauf auf den Schiffbauerdamm. Dort tritt die Ganymed Brasserie in die Fußstapfen ihrer Vorgänger. Das ehemalige Promi-Restaurant der DDR lief nach der Wende nicht so recht. Sieben Jahre lang blieb das Lokal geschlossen. Danach fiel das als Edelrestaurant wiedereröffnete Ganymed beim Berliner Publikum durch. Neue Betreiber mussten her, ein neues Konzept auch. Jetzt soll der Etepetete mit karierten Tischdecken, rustikalen Kreidetafeln und einen Gèrant in 501-Jeans der Garaus gemacht werden. Und tatsächlich füllen sich die Tische mit gemischten Volk: vor uns ein Taxifahrer mit Lederjacke nebst Gattin, links ein Geschäftsessen in zweireihigen Anzügen, rechts der Besuchertrupp aus dem benachbarten Berliner Ensemble. Nicht nur der Name ist französisch (Brasserie bedeutet wörtlich Brauerei), auch die Karte bietet Spezialitäten aus der Provence, der Bretagne und dem Elsass. Wir beginnen unsere Tour de France mit der Fischsuppe Marseillaise und der getrüffelten Kartoffel-Lauch-Suppe (beide je 4,90 Euro). Besonders Letztere besticht durch ein Aroma, als hätten wir den Lauch gerade erst gepflückt. Dazu gönnen wir uns ein frisch gezapftes Bier. Mehr brauchten wir nicht vor dem Hauptgang, der uns von unserem Kellner, dem äußerst dezenten Herrn Kutzbach, serviert wird. Jana hat sich für das poelierte Wolfsbarschfilet mit Blattspinat und Basmatireis entschieden. Das Paprikapesto setzt nicht nur auf dem Teller Akzente. Hätte ich einen Hut, ich würde ihn jetzt zücken, lobt die begeisterte Hobbyköchin. Und auch Kirstens Rinderfilet Rossini mit Gnocchi und Champignon-Ragout hält, was der gehobene Preis verspricht. Es schmeckt ihr fast zu gut. Gutes Essen macht nicht nur satt, sondern auch zufrieden. Die Portionen hatten gerade die richtige Größe, stellt Kirsten fest. Ein süßer Abschluss darf trotzdem nicht fehlen. Die herrlichen Grêpes suzette mit Vanilleeis flambiert uns Herr Kutzbach direkt am Tisch. Und Janas Creme brûlée hat eine kinotaugliche Kandiskruste. Das Geräusch der knackenden Zuckerschicht gehört bekanntlich zu den Dingen, die Amélie aus dem gleichnamigen Film am liebsten mag. Es ist so einfach auf Französisch zu träumen.
Siegessäule, Heft 04/04, Jörg Wagner
Der Tagesspiegel, 11.02.2004
Auf den Geschmack kommen
Zwei Küchenchefs bekochen Vor- und Grundschüler mit gesunden Nahrungsmitteln damit die genießen lernen Was ist das, fragt Idris, aber die Antwort wartet er nicht ab. Vorsichtig schiebt der Junge sich ein murmelgroßes weißes Bällchen in den Mund. Frischkäse, so etwas hat er nie gegessen. Er kneift die Augen zusammen, kaut, verzieht das Gesicht zu einer Grimasse, die Ekel auszudrücken scheint. Die Augen werden noch schmaler. Er schluckt den Bissen, dann hellt sich sein Gesicht auf. Das ist super. Die erste Disziplin des Experiments ist geglückt: In den kommenden zwei Wochen sollen Vorschüler wie Idris und Grundschüler zu essen bekommen, was sie noch nicht kennen. Und es mögen. Wenn sie das, was sie da angeboten bekommen, schon von zu Hause kennen umso besser. Idris ist in der Vorschulklasse der Märkischen Grundschule in Reinickendorf, einer staatlichen Europaschule. Und seine Klasse ist die erste, die sich von diesen beiden Berliner Küchenchefs gesunde Ernährung und guten Geschmack beibringen lässt. Vincent Garcia, Chefkoch in der Brasserie Ganymed am Schiffbauerdamm, hatte das Projekt angestoßen, das sich nach seinem französischen Vorbild Woche des Geschmacks nennt. Die ,Semaine du gout gibt es bei uns in Frankreich seit gut 15 Jahren an den Schulen, sagt Garcia. Allerdings haben auch die Franzosen das Fach importiert: aus der Schweiz. Auch bekannte Berlin Köche haben vor Jahren schon einmal Schüler bekocht. Die weiß gedeckte Tafel beansprucht mit ihrer Hufeisenform den halben Raum. Darauf stehen Glasschüsseln mit frischem Thymian, Rosmarin und Koriander, dazu Holzkisten mit Zitrusfrüchten wie auf einem Markt. An der Kopfseite bereitet Vincent Garcia den zweiten Gang vor: Wraps, eine Art gerollten Pfannkuchen, mit Gemüsefüllung. Hinter ihm warten 15 Kinder auf die nächste Lektion in gutem Geschmack. Die Frischkäsekugeln sind cool, erst recht die Räps oder wie die heißen. Idris findet das, Mangué, Maria mit den vielen kleinen geflochtenen Zöpfen und die anderen finden das auch. Innerhalb weniger Minuten ist der grau-blaue Teppich des Raums gesprenkelt mit Salatschnipseln und Karottenraspeln. Auch das Schokofondue von Lindenlife-Koch Joachim Merk schmeckt, wie es soll. Und ein Lehrer hat sein technisches Problem fast schon vergessen. Dem drahtigen Mann war die Hosennaht geplatzt. Vor dem Essen.
Der Tagesspiegel, Marc Neller
Die Welt, 11.02.2004
Köche machen Kindern gesundes Essen schmackhaft
Berlin - Nancy (5) steht mit glänzenden Augen am Buffet: "Ich habe neue Gewürze entdeckt, die ich noch nie gegessen habe." Vivien (6) findet Mozzarella und Quarkbällchen mit Basilikum, Thymian und Schnittlauch Klasse. Marien (5) kostet mit Genuss vom Pausenbrot, Gemüse gerollt in Crêpes, das sie so noch nicht kannte. Vincent Garcia, französischer Koch im Berliner Ganymed, nennt die Kreation humorvoll französisches Kebab. Nebenan rührt sein Kollege Joachim Merk, Koch im prominenten Restaurant Lindenlife, in süßen Speisen und serviert Schokolade mit sauren Früchten. Die Kinder der Märkischen Grundschule im Märkischen Viertel waren von den beiden Meisterköchen begeistert. Schließlich zeigten sie den Mädchen und Jungen einer Vorklasse, wie man sich gesund ernähren kann. Das praktizieren die Köche auch in ihren Restaurants. Es werden frische Produkte zum Kochen verwendet. Merk praktiziert im "Lindenlife" die Gesundheitskampagne "5 am Tag", Es gibt Gemüsegerichte und kostenlos Äpfel, Birnen und Südfrüchte. Frédéric Sauvage, Attaché der französischen Botschaft, hatte vor Beginn des Kochexperiments Grüße des Botschafters Claude Martin überbracht. Klar, dass er das auch in seiner Heimatsprache erledigte. Denn in der Europaschule wird Französisch gesprochen. Sauvage dankte den beiden Köchen für ihre Idee, bis Ende Februar in drei Berliner Schulen die bisher einmalige Aktion "La semaine du goût - Die Woche des Geschmacks" durchzuführen. Den Mädchen und Jungen der Märkischen Grundschule erzählte der Gast, dass solche Geschmackswochen, in denen es um süß, sauer, salzig und bitter bei Lebensmitteln geht, in Frankreich an allen Schulen vorgeschrieben sind. "Essen hat mit Leben und Kultur zu tun", lobt die Co-Rektorin der Europaschule, Brigitte Bach, den liebenswerten und unentgeltlichen Einsatz der Küchenmeister. Deshalb dürfe man nicht zu spät damit beginnen, den Kindern gesundes Essen beizubringen. Außerdem lernten sie durch bei beiden Köche einen Teil der Esskultur Frankreichs kennen. Und das habe mit Toleranz zu tun. Vorurteile, dass nur heimisches Essen gut sei, würden abgebaut. Weitere Wochen des Geschmacks finden mit Garcia und Merk am 17. und 19. Februar in der französischen Privatschule & Voltaire Collège und am 25. Februar im Französischen Gymnasium statt.
Der Tagesspiegel, Hajo Eckert
Berliner Morgenpost, 11.02.2004
Starköche machen Kindern gesundes Essen schmackhaft
Vincent Garcia, französischer Koch im Berliner Ganymed, nennt die Kreation humorvoll französisches Kebab. Nebenan rührt sein Kollege Joachim Merk, Koch im prominenten Restaurant Lindenlife, i